Platz sechs in der Bundesliga, 13 Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze und die Trennung von Trainer Roberto Di Matteo: Die vergangene Saison lief für Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 alles andere als rund.
Nun ist Andre Breitenreiter da. Der neue Trainer, der vom Absteiger SC Paderborn kommt, soll in Gelsenkirchen für frischen Wind sorgen und die Mannschaft wieder in die Champions League führen. Der Umbruch im Schalker Team wird jedoch von den Problemkindern der vergangenen Monate gebremst. Eine Analyse.
Der Hoffnungsträger
Schon bei seiner ersten Pressekonferenz beim neuen Verein kam Andre Breitenreiter gut an. Dort verkündete er, dass er mit den zuletzt im Angriff eher harmlosen Schalkern wieder verstärkt auf die Offensive setzen möchte. Auch das Pressing soll zukünftig eine größere Rolle spielen. Der 41-Jährige will, dass seine Mannschaft frühzeitig Bälle erobert und schneller in den Angriff übergeht. Diese Pläne kommen bei den Fans gut an.
Zudem nahm sich Breitenreiter bei den bisherigen Trainingseinheiten viel Zeit für die Zuschauer, schrieb fleißig Autogramme und machte Fotos. Dadurch sammelte er viele Sympathiepunkte. Breitenreiter ist das komplette Gegenteil zu seinem Vorgänger Di Matteo, was ihn bei den Schalker-Fans schon jetzt beliebt macht.
Die Neuzugänge
Mit dem U21-Nationalspieler Johannes Geis haben die Schalker ein großes Talent verpflichtet. Der 21-Jährige wurde von den Königsblauen mit einem Vertrag bis 2019 ausgestattet und kam aus Mainz. Auch Borussia Dortmund soll an dem defensiven Mittelfeldspieler interessiert gewesen sein.
Zudem wurde der brasilianische Außenverteidiger Junior Caicara vom bulgarischen Klub Ludogorets Razgrad gekauft. Andre Breitenreiter lobte den 26-Jährigen Neuzugang: „Er ist eine Maschine. Außerdem waren seine Werte bei der Leistungsdiagnostik hervorragend.“
Der 34-jährige Torhüter Michael Gspurning wurde aus der zweiten Mannschaft in den Profikader versetzt.
Die Problemfälle
Probleme machen dagegen weiterhin Kevin-Prince Boateng, Sidney Sam und Felipe Santana. Nachdem Manager Horst Heldt Boateng kurz vor Ende der vergangenen Saison aus der Mannschaft geworfen hatte, war klar, dass sich Spieler und Verein im Sommer trennen werden. Bislang gibt es jedoch keine Interessenten für Boateng. Zuletzt war er bei AC Mailand und Galatasaray Istanbul im Gespräch, sein Manager Edoardo Crnjar sagte aber der Bild: „Ich glaube nicht, dass Kevin bei Milan oder Gala spielen wird.“ Finden die Schalker keinen Abnehmer, müssen sie Boatengs Gehalt in Höhe von fünf Millionen Euro weiter bezahlen, der Vertrag läuft noch bis 2016.
Nachdem Sidney Sam und Felipe Santana ihre Medizinchecks bei Eintracht Frankfurt beziehungsweise dem FC Köln nicht bestanden haben, gibt es keine neuen Interessenten für die Spieler. Zusammen verdienen die beiden knapp sechs Millionen Euro. Ausgaben, die sich die Schalker sparen wollen.
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Donnerstag, 9. Juli 2015
Mittwoch, 27. Mai 2015
FIFA-Korruptionsskandal: Dem Fußball-Fan platzt der Kragen
Mittwoch, 27. Mai 2015, Zürich:
In einem Hotel werden mehrere hochrangige FIFA-Funktionäre von Behörden aus der
Schweiz festgenommen. Es geht um Korruption, Erpressung, Geldwäsche, Betrug. Das
volle Programm eben. Auch ein Strafverfahren gegen die Vergabe der WM 2018 und
2022 in Russland und Katar soll eingeleitet werden. Da schon in der
Vergangenheit Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA und deren Präsident Sepp
Blatter im Raum standen, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bevor den
Funktionären ihr Gebilde um die Ohren fliegt.
Als Fußball-Fan kann man
allerdings nur noch mit dem Kopf schütteln. Der Sport, den wir lieben und der
uns so viel bedeutet, ist nur noch Spielball für ein paar alte Männer, die
eigentlich schon längst in Rente sein müssten, aber noch immer nicht genug vom
großen Geld haben. Das Sportliche steht bei der FIFA schon lange nicht im
Vordergrund. Stattdessen werden nur noch Möglichkeiten gesucht, wie man aus
Events wie der Weltmeisterschaft möglichst viel Geld saugen kann. Anders ist
die Vergabe des Turniers an Katar im Jahr 2022 nicht zu erklären. Aber das sind
alte Geschichten, die uns Fußball-Fans schon seit Jahren die Zornesröte ins
Gesicht treiben.
Was bei dem aktuellen Fall in
der Schweiz für Aufsehen sorgt, ist die pure Ignoranz des
Fußball-Weltverbandes. Dazu ein paar nette Tweets:
- https://twitter.com/Hossaar/status/603497303945646080
- https://twitter.com/Klein_Tho/status/603497265123168258
Statt Einsicht nur Lügen,
Rechtfertigungen und dieselben alten Ausreden, die man schon seit Jahren hört. Wäre
die FIFA vernünftig, müssten die Verantwortlichen auf solche Ereignisse
reagieren. Sepp Blatter sollte seinen Hut nehmen, gemeinsam mit allen anderen
Akteuren, die auch nur annähernd in die Machenschaften des Präsidenten
verstrickt waren und sind. Doch dazu wird es nie im Leben kommen. Vielmehr ist
es nur ein Wunschdenken vieler Fußball-Fans.
Blatter ist viel zu geldgeil,
um jetzt den Hut zu nehmen und die Konsequenz aus diesen Machenschaften zu
ziehen. Da die Behörden in der Schweiz nicht gegen Blatter ermitteln, sieht er
jetzt zudem noch wie der Saubermann aus. Getreu dem Motto: „Wieso sollte ich
nicht weiterhin Präsident bleiben, ich bin ja nicht angeklagt.“
Als Fußball-Enthusiast machen
mich diese Vorfälle einfach nur wütend. Oder, um es mit den Worten von Blatters
Gegenkandidat zu sagen:
Selbst wenn den ganzen Fans
weltweit gerade der Kragen platzt – an den Strukturen innerhalb der FIFA wird
sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Leider. Es ist schlimm genug,
dass man ganze Turniere manipulieren kann, immerhin die größten Veranstaltungen
im Fußball, und damit quasi ungestraft davon kommt. Warum das so ist, ich kann
und will es nicht verstehen. Bleibt nur, auf ein Wunder zu hoffen, dass endlich
dafür sorgt, dass in dem Haufen korrupter alter Männer mal endlich aufgeräumt
wird.
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